Eine Landingpage konvertiert nicht, wenn sie das Versprechen der Anzeige nicht sofort einlöst, zu langsam lädt, das Formular zu viel verlangt, kein Vertrauen aufbaut oder auf dem Handy nicht bedienbar ist. Die Reihenfolge der Fixes: Message Match, Ladezeit, Formular, Vertrauen, dann alles andere.
1. Die Seite sagt nicht, was die Anzeige versprochen hat
Jemand sucht „Badsanierung Festpreis Köln“, klickt auf eine Anzeige mit genau diesen Worten und landet auf einer Seite mit der Überschrift „Willkommen bei Müller Sanitär und Heizung“. Die erste Sekunde entscheidet, ob er bleibt. Wenn er sein Suchwort nicht wiederfindet, geht er zurück und klickt den nächsten.
Fix: Die Überschrift wiederholt das Angebot aus der Anzeige. Suchbegriff, Ort und das Versprechen in einem Satz. Pro Anzeigengruppe eine Landingpage, wenn sich das Angebot unterscheidet.
2. Sie lädt zu langsam
Drei Sekunden auf dem Handy im Mobilfunknetz sind lang. Seiten mit unkomprimierten Fotos, fünf Schriftarten, Video im Hintergrund und einem Baukasten darunter brauchen oft länger. Jede Sekunde kostet Besucher, und die haben Sie bereits bezahlt.
Fix: Bilder komprimieren und in modernen Formaten liefern, Schriften selbst hosten, wie bei unseren Websites, kein automatisch startendes Video, kein Baukasten-Ballast. Ziel: Die Seite ist in unter zwei Sekunden auf dem Handy nutzbar.
3. Das Formular verlangt zu viel
Zehn Felder, Pflichtangaben für Anrede, Adresse und Firma, ein Textfeld „Ihre Nachricht“, darunter ein Datenschutz-Häkchen und ein Captcha. Wer das sieht, hat das Gefühl, eine Bewerbung zu schreiben.
Fix: Zwei bis vier Fragen als Schritte, jede auf einem eigenen Bildschirm, zuerst die leichte Frage, den Kontakt zuletzt. Auswahlfelder statt Freitext. Kein Captcha, Spam wird anders gefiltert. Die Fragen sollen den Betrieb vorqualifizieren, nicht den Interessenten prüfen.
4. Es gibt keinen Grund, Ihnen zu vertrauen
Stockfotos von lächelnden Handwerkern, Texte über „höchste Qualität und Kundenzufriedenheit“, kein Name, kein Gesicht, keine Bewertung. Der Besucher kennt Sie nicht. Alles, was er sieht, ist eine Seite, die jeder gebaut haben könnte.
Fix: Eigene Fotos von eigenen Projekten und vom Team. Google-Bewertungen mit Zahl und Sternen eingebettet oder zitiert, mit Namen. Der Inhaber mit Bild und Namen. Wenn es Zertifikate, Innungsmitgliedschaft oder Auszeichnungen gibt, zeigen, aber nicht erfinden.
5. Die Telefonnummer ist versteckt
Bei Dienstleistern ruft ein großer Teil der Interessenten lieber an, als ein Formular auszufüllen. Wenn die Nummer nur im Impressum steht oder auf dem Handy nicht klickbar ist, geht dieser Teil verloren.
Fix: Telefonnummer oben rechts, auf dem Handy als fester Button am unteren Rand, immer klickbar. Erreichbarkeit dazu: „Mo bis Fr 7 bis 18 Uhr“ nimmt die Frage, ob sich der Anruf lohnt.
6. Die Seite hat eine Navigation
Eine Landingpage mit dem vollen Website-Menü lädt zum Weiterklicken ein. Leistungen, Über uns, Karriere, Blog. Jeder Klick weg vom Formular ist ein Klick weniger auf das Formular.
Fix: Keine Navigation. Logo, Telefonnummer, ein Button zum Formular. Alles, was der Besucher wissen muss, steht auf dieser einen Seite.
7. Der Preis wird komplett verschwiegen
Menschen, die eine Dienstleistung suchen, wollen wissen, in welcher Größenordnung sie sich bewegen. Eine Seite, die dazu nichts sagt, erzeugt zwei Probleme: Interessenten mit passendem Budget fragen nicht an, weil sie befürchten, es sei zu teuer. Und Interessenten mit viel zu kleinem Budget fragen an, weil sie hoffen, es sei billig.
Fix: Eine ehrliche Orientierung: „ab“, „zwischen“, „je nach Umfang“. Oder die Preisfrage im Formular als Auswahl, damit beide Seiten vorher wissen, ob es passt.
8. Niemand hat gemessen, wo die Leute abspringen
Die Seite wurde gebaut, live geschaltet und nie wieder angeschaut. Ob die Besucher beim Formular in Schritt zwei aussteigen oder schon nach der Überschrift, weiß niemand, also wird geraten.
Fix: Conversion-Tracking pro Schritt des Formulars, dazu Aufzeichnungen einzelner Sitzungen mit einem Tool wie Microsoft Clarity. Nach zwei Wochen sehen Sie, wo es hakt, und ändern genau das, nicht alles.
Die Reihenfolge
Wer alle acht Punkte gleichzeitig angeht, weiß danach nicht, was gewirkt hat. Die Reihenfolge, die sich bei uns bewährt hat:
- Überschrift und Angebot passend zur Anzeige
- Ladezeit
- Formular kürzen und in Schritte aufteilen
- Vertrauen: echte Fotos, Bewertungen, Namen
- Telefonnummer und mobile Bedienbarkeit
- Navigation entfernen
- Preisorientierung
- Messen und die nächste Runde planen
Die ersten drei Punkte bringen bei den meisten Seiten den größten Sprung. Alles danach ist Feinarbeit, die sich lohnt, weil jeder Klick bereits bezahlt ist.
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