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Vergleich

Woran Sie eine schlechte Google Ads Agentur erkennen

Klicks statt Aufträge, Reports statt Kontozugang, Laufzeitverträge statt Ergebnis. Acht Anzeichen und die Fragen, die Sie vor dem Vertrag stellen sollten.

Marcel Tesche · 7. September 2026 · 4 Min Lesezeit

Kurz gesagt

Eine schlechte Agentur erkennen Sie nicht am Preis, sondern an dem, worüber sie spricht: Klicks, Impressionen und Klickrate statt Anfragen und Kosten pro Anfrage. Weitere Anzeichen: kein eigener Kontozugang, Vergütung als Prozent vom Budget ohne Deckel, Laufzeitverträge, keine Landingpage, kein Tracking, keine Frage nach Ihrem Auftragswert.

Video: Klicks vs. Umsatz: Woran du eine schlechte Google Ads Agentur erkennst. Das Video wird erst nach Klick von YouTube geladen.

1. Der Report zeigt Klicks, nicht Anfragen

Das sicherste Zeichen. Wenn der Monatsbericht mit Impressionen, Klicks und Klickrate beginnt und die Anfragen irgendwo unten stehen oder gar nicht, optimiert die Agentur auf Zahlen, die für Sie keinen Wert haben. Klicks kann man in jeder Menge kaufen. Die einzige Frage, die zählt: Wie viele Anfragen kamen, was hat eine gekostet, wie viele Aufträge wurden daraus.

Wenn die Agentur diese Frage nicht beantworten kann, misst sie nicht. Und wer nicht misst, kann nicht steuern.

2. Sie haben keinen Zugang zum Konto

Manche Agenturen legen das Google-Ads-Konto auf sich selbst an und zeigen Ihnen Screenshots. Dann sehen Sie nicht, welche Suchbegriffe Geld kosten, welche Einstellungen aktiv sind und wie viel vom Budget bei Google ankommt. Und bei einem Wechsel verlieren Sie die gesamte Historie.

Das Konto gehört auf Ihren Namen, mit vollem Zugriff, jederzeit. Die Agentur arbeitet über ein Verwaltungskonto darin. Alles andere ist ein Warnsignal.

3. Die Vergütung wächst mit Ihrem Budget

Wenn die Agentur 15 oder 20 Prozent vom Klickbudget bekommt, verdient sie an jeder Budgeterhöhung, unabhängig davon, ob mehr Anfragen kommen. Der Vorschlag, das Budget zu verdoppeln, kommt dann schneller als der Vorschlag, die negative Liste zu pflegen. Ein Festpreis oder ein gedeckelter Satz mit klarer Leistung ist der sauberere Anreiz.

4. Laufzeitvertrag über zwölf Monate

Google Ads hat keine Mindestlaufzeit. Eine Agentur, die zwölf Monate bindet, sichert sich gegen ihr eigenes Ergebnis ab. Seriös sind kurze Kündigungsfristen und eine ehrliche Aussage, wie lange die Anlaufphase dauert: meist vier bis acht Wochen, bis der Preis pro Anfrage stabil ist. Wer danach nicht liefert, sollte gehen können.

5. Niemand hat nach Ihrem Auftragswert gefragt

Im ersten Gespräch muss die Frage kommen: Was ist ein Auftrag bei Ihnen wert, wie viele Anfragen brauchen Sie für einen Auftrag, wie viele können Sie im Monat bearbeiten. Ohne diese Zahlen kann niemand sagen, ob Google Ads für Sie funktioniert und was eine Anfrage kosten darf. Eine Agentur, die ohne diese Fragen ein Angebot schickt, verkauft ein Paket, keine Lösung.

6. Die Anzeigen führen auf Ihre Startseite

Wer keine Landingpage baut oder zumindest verlangt, schickt teure Klicks auf eine Seite, die für alles und nichts gemacht ist. Das ist der häufigste Grund, warum Konten Klicks haben und keine Anfragen. Eine Agentur, die das nicht anspricht, hat entweder keine Erfahrung mit Dienstleistern oder kein Interesse an Ihrem Ergebnis.

7. Tracking wird als Extra angeboten

Conversion-Tracking ist die Grundlage, nicht ein Upgrade. Ohne Tracking kann weder die Agentur noch Googles Automatik erkennen, welche Klicks Anfragen bringen. Wenn das Tracking im Angebot fehlt oder als „optional“ aufgeführt ist, wird das Konto blind gesteuert.

8. Dieselbe Agentur betreut Ihren Wettbewerber

Wenn die Agentur in Ihrer Region zwei Betriebe mit demselben Angebot betreut, bietet sie in jeder Auktion gegen sich selbst, und beide Kunden zahlen dafür. Fragen Sie danach. Wir nehmen pro Branche und Region einen Kunden an und sagen bei der Anfrage, wenn der Platz vergeben ist.

Die Fragen für das erste Gespräch

  • Welche Zahl steht in Ihrem Monatsbericht ganz oben?
  • Gehört das Konto mir, mit vollem Zugriff?
  • Wie berechnen Sie Ihre Vergütung, und wächst sie mit dem Budget?
  • Wie lang ist die Kündigungsfrist?
  • Was passiert mit den Anzeigen, wenn jemand klickt: Startseite oder Landingpage?
  • Wie messen Sie Anfragen und Anrufe?
  • Betreuen Sie in meiner Region einen Wettbewerber?
  • Was muss ich liefern, damit es funktioniert?

Die letzte Frage ist ein guter Test. Eine ehrliche Antwort enthält Rückrufe innerhalb einer Stunde, Fotos, Zugang zur Website und Zeit für ein kurzes Gespräch pro Monat. Wer sagt „gar nichts, wir machen alles“, hat entweder nie mit Dienstleistern gearbeitet oder verspricht zu viel.

Was eine gute Agentur stattdessen tut

Sie rechnet mit Ihnen, bevor sie verkauft. Sie sagt Nein, wenn Ihr Angebot für Google Ads nicht passt. Sie baut Landingpage und Tracking, bevor die erste Anzeige läuft. Sie zeigt Ihnen das Konto und das Dashboard, nicht ein PDF. Und sie nennt Ihnen den Preis pro Anfrage jeden Monat, auch wenn er gerade gestiegen ist. Das ist kein hoher Anspruch, aber er sortiert den Markt ziemlich zuverlässig.

Marcel Tesche
Geschrieben von Marcel TescheHead of Marketing, Landingpages und Tracking

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FAQ

Häufige Fragen dazu.

Gehört das Google-Ads-Konto mir oder der Agentur?

Es sollte Ihnen gehören. Das Konto läuft auf Ihren Namen, die Agentur bekommt Zugriff über ein Verwaltungskonto. Wenn Sie wechseln, bleiben Daten und Historie bei Ihnen. Agenturen, die das Konto auf sich anlegen, halten Sie damit fest: Bei einem Wechsel fangen Sie bei null an.

Ist ein Prozentsatz vom Budget als Vergütung unseriös?

Nicht automatisch, aber es setzt den falschen Anreiz: Die Agentur verdient mehr, wenn Sie mehr ausgeben, unabhängig vom Ergebnis. Ein Festpreis oder ein Prozentsatz mit Deckel und klarer Leistungsbeschreibung ist sauberer.

Wie schnell sollte eine Agentur Ergebnisse zeigen?

Erste Anfragen in den ersten Tagen nach Start, ein stabiler Preis pro Anfrage nach vier bis acht Wochen. Wer nach drei Monaten noch von Lernphase spricht, hat entweder das Konto falsch aufgesetzt oder wusste vorher, dass es nicht funktioniert.

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