Google Ads kostet drei Dinge: das Klickbudget an Google (bei Dienstleistern meist ab 1.000 € im Monat), die Betreuung (Agentur oder eigene Zeit) und einmalig die Landingpage. Ob sich das rechnet, entscheidet nicht der Klickpreis, sondern der Preis pro Anfrage im Verhältnis zu Ihrem Auftragswert.
Die drei Kostenblöcke
Wer „Was kostet Google Ads“ googelt, findet meist Klickpreise. Das ist die falsche Frage. Für einen Dienstleister zählt am Ende, was eine Anfrage kostet und was ein Auftrag daraus wert ist. Trotzdem lohnt es sich, die drei Blöcke einmal auseinanderzunehmen.
1. Das Klickbudget. Das Geld, das Sie an Google zahlen. Abgerechnet wird pro Klick auf Ihre Anzeige. Sie legen ein Tagesbudget fest, Google darf an einzelnen Tagen bis zum Doppelten ausgeben, überschreitet aber im Monat nie das Dreißigfache des Tagesbudgets.
2. Die Betreuung. Entweder Ihre eigene Zeit oder eine Agentur. Ein Google-Ads-Konto ist kein Automat: Suchbegriffe prüfen, negative Keywords pflegen, Anzeigen testen, Gebote steuern. Wer das nicht macht, zahlt nach ein paar Wochen für Klicks, die nichts mit dem eigenen Angebot zu tun haben.
3. Die Landingpage. Einmalig. Die Seite, auf der der Klick landet, entscheidet darüber, ob aus dem Klick eine Anfrage wird. Wer Anzeigen auf die Startseite schickt, zahlt dieselben Klickpreise bei deutlich weniger Anfragen.
Was ein Klick kostet
Der Klickpreis entsteht in einer Auktion. Bei jeder Suche bietet jeder Werbetreibende mit, der auf diesen Suchbegriff Anzeigen schaltet. Der Preis hängt deshalb von drei Dingen ab:
- Wie viele Wettbewerber auf den Begriff bieten. „Rechtsanwalt Arbeitsrecht Köln“ ist teurer als „Gerüstbau Cuxhaven“.
- Wie viel ein Auftrag in der Branche wert ist. Wo ein Auftrag fünfstellig ist, bieten Wettbewerber mehr pro Klick.
- Wie gut Ihre Anzeige und Landingpage zum Suchbegriff passen. Google belohnt Relevanz mit niedrigeren Klickpreisen, den sogenannten Qualitätsfaktor.
Als Größenordnung: Bei lokalen Dienstleistern sehen wir in den Konten Klickpreise von unter einem Euro bis zu zweistelligen Beträgen. Der Klickpreis allein sagt aber nichts darüber, ob sich die Kampagne rechnet.
Die Rechnung, die zählt
Rechnen Sie vor dem Start rückwärts von Ihrem Auftrag:
- Was ist ein Auftrag im Schnitt wert? Nicht Umsatz, sondern Deckungsbeitrag. Bei einer Badsanierung etwas anderes als bei einer Rohrreinigung.
- Wie viele Anfragen brauchen Sie für einen Auftrag? Ehrlich geschätzt. Bei den meisten Dienstleistern wird aus jeder zweiten bis vierten qualifizierten Anfrage ein Auftrag.
- Was darf eine Anfrage also maximal kosten? Deckungsbeitrag geteilt durch die Anzahl der Anfragen pro Auftrag, abzüglich des Gewinns, den Sie behalten wollen.
Ein Beispiel mit runden Zahlen: Ein Auftrag bringt 2.000 € Deckungsbeitrag. Aus drei Anfragen wird ein Auftrag. Dann darf eine Anfrage rechnerisch bis zu 660 € kosten, bevor Sie Verlust machen. Wenn eine Anfrage über Google Ads 80 € kostet, ist die Frage nicht, ob Google Ads teuer ist, sondern wie viele davon Sie bearbeiten können.
Dieselbe Rechnung zeigt auch, wann Google Ads nicht funktioniert: Wenn der Auftrag 150 € wert ist und eine Anfrage 90 € kostet, bleibt nichts übrig. Dann ist SEO oder ein anderes Angebot der bessere Weg.
Warum wir ab 1.000 € Monatsbudget arbeiten
Nicht, weil kleinere Budgets nichts bringen können, sondern weil das Konto unterhalb dieser Grenze nicht genug Daten sammelt. Googles Gebotsautomatik braucht Conversions, um zu lernen. Mit 300 € im Monat und Klickpreisen von 3 € bekommen Sie 100 Klicks, vielleicht sechs Anfragen. Das reicht nicht, um zu erkennen, welche Suchbegriffe funktionieren und welche nicht. Sie zahlen dann dauerhaft Lernphase.
Ab etwa 1.000 € sieht die Rechnung anders aus, und bei Auftragswerten im vierstelligen Bereich amortisiert sich das Budget mit dem ersten oder zweiten Auftrag.
Was die ersten Wochen kosten
Rechnen Sie damit, dass die ersten zwei bis vier Wochen teurer pro Anfrage sind als die Monate danach. Das Konto lernt, welche Suchbegriffe Anfragen bringen, die Liste der negativen Keywords wächst, Anzeigen werden getestet. Wer nach zwei Wochen abbricht, hat für die Lernphase bezahlt und nichts vom Ergebnis gehabt.
Bei unseren Kunden kommen die ersten Anfragen meist innerhalb der ersten Tage nach dem Start. Stabil planbar wird der Preis pro Anfrage nach etwa vier bis acht Wochen.
Die versteckten Kosten
Drei Dinge, die in keiner Preisliste stehen und trotzdem Geld kosten:
- Fehlende Landingpage. Klicks auf die Startseite kosten gleich viel und bringen weniger. Das ist der teuerste Fehler, den wir in fremden Konten sehen.
- Fehlendes Tracking. Ohne Conversion-Tracking sehen Sie nur Klicks, keine Anfragen. Dann optimieren Sie blind und die Automatik auch.
- Keine Zeit für Rückrufe. Eine Anfrage, die zwei Tage liegen bleibt, ist meist verloren. Der Interessent hat längst beim nächsten angerufen.
Fazit
Google Ads kostet bei Dienstleistern realistisch ab 1.000 € Klickbudget im Monat plus Betreuung plus einmalig die Landingpage. Ob sich das lohnt, beantwortet nicht der Klickpreis, sondern Ihre eigene Rechnung: Deckungsbeitrag pro Auftrag, Anfragen pro Auftrag, daraus der maximale Preis pro Anfrage. Wenn diese Rechnung aufgeht, ist Google Ads der schnellste Weg zu planbaren Anfragen. Wenn nicht, sagen wir Ihnen das im Erstgespräch.
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