Sanierungsbetriebe profitieren von Google Ads wie kaum eine andere Branche: Wer ein Bad oder ein Haus sanieren lassen will, sucht bei Google, vergleicht und beauftragt vierstellig bis sechsstellig. Entscheidend sind Suchbegriffe mit Beauftragungsabsicht, eine Landingpage pro Leistung mit echten Projektfotos und ein Formular, das Budget und Zeitrahmen vorab abfragt.
Warum Sanierung ein Google-Geschäft ist
Niemand entscheidet eine Badsanierung, weil er eine Anzeige bei Instagram gesehen hat. Die Entscheidung reift über Monate, und irgendwann tippt jemand „Badsanierung Augsburg“ in Google. In diesem Moment ist er bereit, mit Betrieben zu sprechen. Genau dort steht die Anzeige.
Dazu kommt der Auftragswert. Eine Badsanierung liegt im fünfstelligen Bereich, eine Komplettsanierung deutlich darüber. Ein Klick für 5 € und eine Anfrage für 100 € sind in dieser Rechnung fast egal. Was zählt, ist die Qualität der Anfragen und die Zeit, die der Betrieb für Besichtigungen aufwendet.
Die Suchbegriffe, die Aufträge bringen
Bei Sanierung gibt es vier Cluster, und sie sind unterschiedlich viel wert:
| Cluster | Beispiele | Absicht | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| Leistung plus Ort | Badsanierung Augsburg, Kernsanierung München, Altbausanierung Firma | Beauftragen | Kern der Kampagne |
| Leistung plus Handlung | Bad sanieren lassen, Haus sanieren lassen Kosten Angebot | Beauftragen, vergleicht Preise | Aufnehmen, Preisfrage auf der Landingpage beantworten |
| Problem | Schimmel Wand Sanierung, Wasserschaden Sanierung, feuchter Keller | Dringend, braucht Hilfe | Eigene Anzeigengruppe mit schneller Reaktion |
| Information | Badsanierung Ideen, Sanierung Förderung 2026, Sanierung selber machen | Informiert sich | Ausschließen |
Das erste Cluster ist teuer pro Klick und billig pro Auftrag, siehe was Google Ads wirklich kostet. Das vierte ist billig pro Klick und bringt nichts. Ein Konto, das beides mischt, sieht in der Klickstatistik gut aus und in der Auftragsliste nicht.
Eine Landingpage pro Leistung
Badsanierung und Kernsanierung sind zwei Kunden mit zwei Fragen. Die eine Seite für beides beantwortet keine. Pro beworbener Leistung braucht es eine Landingpage, die in den ersten Sekunden sagt: Wir sanieren Bäder in Augsburg, das sind unsere Bäder, so läuft es ab, so fragen Sie an.
Was auf der Seite sein muss:
- Eigene Projektfotos. Vorher und nachher, mit Ort. Stockfotos von weißen Bädern erkennt jeder, und sie sagen nichts über Ihre Arbeit.
- Der Ablauf in vier Schritten. Anfrage, Besichtigung, Festpreisangebot, Umsetzung. Menschen haben Angst vor Kostenexplosionen. Ein klarer Ablauf mit Festpreis nimmt sie.
- Preisorientierung. Nicht der genaue Preis, aber eine ehrliche Größenordnung. Wer sie verschweigt, bekommt Anfragen von Menschen mit 5.000 € Budget für ein 25.000 € Bad.
- Kundenstimmen mit Namen und Ort. Google-Bewertungen eingebettet oder zitiert.
- Ein Formular, das vorqualifiziert. Dazu gleich mehr.
Die Vorqualifizierung entscheidet über den Gewinn
Bei einem Auftragswert im fünfstelligen Bereich ist nicht die Anfrage teuer, sondern die Besichtigung. Ein Mitarbeiter fährt hin, nimmt auf, rechnet, schreibt ein Angebot. Wenn davon jede zweite Besichtigung bei jemandem stattfindet, der ein Drittel des realistischen Budgets hat oder erst in zwei Jahren sanieren will, ist das der eigentliche Verlust.
Das Formular auf der Landingpage fragt deshalb vorab, was der Betrieb wissen muss:
- Was soll saniert werden? Bad, Wohnung, Haus, einzelne Räume.
- Ungefähre Größe oder Anzahl der Räume.
- Zeitrahmen: sofort, in drei Monaten, in einem Jahr.
- Budgetrahmen als Auswahl mit realistischen Stufen.
- Kontakt.
Wer das in vier Schritten mit je einer Frage aufbaut, verliert kaum jemanden, der ernsthaft interessiert ist, und spart dem Betrieb die Besichtigungen, die nie zu Aufträgen werden. Für RM Bauwerk haben wir genau so gebaut: Die Anfrage kommt mit Leistung, Zeitrahmen und Budget im Betrieb an, und der Rückruf beginnt beim richtigen Thema.
Budget und Erwartung
Wir starten bei Sanierungsbetrieben meist mit 1.500 bis 3.000 € Klickbudget im Monat. Die Klickpreise liegen in umkämpften Regionen wie München deutlich über denen kleinerer Städte. Bei Auftragswerten ab 15.000 € trägt ein Auftrag im Quartal das ganze Budget, und das ist bei einem gut gebauten Konto eine niedrige Erwartung.
Die eigentliche Grenze ist Kapazität. Ein Betrieb, der zwei Besichtigungen pro Woche schafft, braucht keine zwanzig Anfragen. Dann wird das Budget nicht erhöht, sondern die Vorqualifizierung verschärft, bis nur noch die besten Anfragen ankommen.
Recruiting läuft über denselben Kanal
Wer mehr Aufträge bekommt, braucht mehr Leute. Für Sanierungsbetriebe lohnt sich deshalb, neben der Kundenkampagne eine Recruiting-Kampagne zu fahren: eine Landingpage pro Stelle, Kurzbewerbung ohne Lebenslauf, Anzeigen bei Meta und Google. Wie das läuft, steht unter Mitarbeitergewinnung. Aufträge und Team wachsen dann im gleichen Takt, statt dass das eine das andere ausbremst.
Fazit
Sanierung ist die Branche, in der Google Ads am klarsten funktioniert: hohe Auftragswerte, eindeutige Suchabsicht, Entscheidung über Google. Der Unterschied zwischen einem Konto, das Geld verbrennt, und einem, das Aufträge bringt, liegt in drei Dingen: Suchbegriffe mit Beauftragungsabsicht, eine Landingpage pro Leistung mit echten Fotos und ein Formular, das Budget und Zeitrahmen vorab abfragt. Wir betreuen pro Region einen Sanierungsbetrieb. Für Augsburg und München ist dieser Platz vergeben.
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