Mit kleinem Budget gewinnt, wer sich konzentriert: eine Leistung mit dem höchsten Auftragswert, die Suchbegriffe mit klarer Kaufabsicht, ein enger Umkreis, eine Landingpage nur für dieses Angebot. Alles andere, Displaynetzwerk, Markenaufbau, zehn Leistungen gleichzeitig, verteilt das Budget so dünn, dass nirgends genug Daten entstehen.
Das Problem mit kleinem Budget
Google Ads bestraft Streuung. Mit 1.500 € im Monat und Klickpreisen um 3 € bekommen Sie 500 Klicks. Verteilt auf 40 Keywords in fünf Anzeigengruppen sind das zwölf Klicks pro Keyword. Daraus lässt sich nicht ablesen, welches Keyword funktioniert, und die Gebotsautomatik sieht auch nichts. Sie zahlen dann dauerhaft Lernphase.
Dieselben 500 Klicks auf acht Keywords in einer Anzeigengruppe ergeben 60 Klicks pro Keyword. Nach vier Wochen wissen Sie genau, was Anfragen bringt. Das ist der ganze Unterschied.
1. Eine Leistung, nicht das ganze Angebot
Wählen Sie die Leistung mit dem höchsten Auftragswert, für die es Nachfrage gibt und die Sie jetzt abarbeiten können. Nicht die Leistung, die Sie am liebsten machen, und nicht alle neun von Ihrer Website.
Bei einem Sanierungsbetrieb ist das die Badsanierung oder die Komplettsanierung, nicht die Fliesenreparatur. Bei einer Kanzlei das Rechtsgebiet mit den größten Mandaten, für das die meisten Menschen googeln. Bei einem Entsorger die Containervermietung, nicht die Beratung.
Alles andere kommt später, wenn die erste Kampagne trägt und das Budget wächst.
2. Nur Suchbegriffe mit Kaufabsicht
Bei kleinem Budget gibt es keinen Platz für „Badsanierung Ideen“ oder „Was kostet ein neues Bad“. Das sind Menschen, die sich informieren. Sie wollen die, die beauftragen wollen: „Badsanierung Firma Dortmund“, „Bad sanieren lassen Kosten Angebot“, „Badsanierung Komplettpreis“.
Erkennungsmerkmale für Kaufabsicht: Ortsname, „Firma“, „Betrieb“, „Anbieter“, „beauftragen“, „Angebot“, „Notdienst“, „in der Nähe“. Diese Begriffe sind oft teurer pro Klick als die Informationssuchen, aber sie bringen ein Vielfaches an Anfragen.
Nutzen Sie den Typ „passende Wortgruppe“ oder „genau passend“, nicht „weitgehend passend“. Bei kleinem Budget können Sie sich Googles großzügige Interpretation nicht leisten.
3. Enger Umkreis
Ein Umkreis, in dem Sie tatsächlich fahren und in dem Sie den Auftrag wirtschaftlich abwickeln. Nicht das Bundesland. Und in den Standorteinstellungen die Option „Personen, die sich in der Region befinden“, nicht die Standardoption, die auch Menschen mit „Interesse“ an der Region einschließt.
Wenn Sie in mehreren Städten arbeiten, starten Sie mit der, in der Sie am meisten Referenzen haben und am schnellsten vor Ort sind.
4. Eine Landingpage nur für dieses Angebot
Die Landingpage ist der Ort, an dem aus dem Klick eine Anfrage wird. Die Anzeige verspricht Badsanierung in Dortmund, die Seite zeigt Badsanierung in Dortmund. Nicht die Startseite mit allen Leistungen. Auf der Landingpage: das Angebot in einem Satz, drei Gründe, warum Sie, Fotos von eigenen Projekten, Kundenstimmen, ein kurzes Formular mit zwei bis vier Fragen, die Telefonnummer sichtbar.
Bei kleinem Budget zählt jede Anfrage doppelt. Eine Landingpage, die aus zehn Klicks eine Anfrage macht statt aus dreißig, verdreifacht das Ergebnis bei gleichem Budget.
5. Zeiten und Geräte ausschließen, die nichts bringen
Nach vier Wochen zeigt der Bericht nach Wochentag und Uhrzeit, wann Anfragen kommen. Bei Handwerksbetrieben oft werktags zwischen 7 und 19 Uhr, bei Notdiensten auch nachts. Alles, was in vier Wochen keine Anfrage gebracht hat, bekommt einen Gebotsabschlag oder wird ausgeschlossen. Bei kleinem Budget ist jeder Klick um 2 Uhr nachts einer, der um 10 Uhr fehlt.
6. Netzwerke aus, Empfehlungen aus
Displaynetzwerk und Suchnetzwerk-Partner abschalten, automatische Anwendung von Empfehlungen aus. Beides frisst bei kleinem Budget einen überproportionalen Anteil, weil die Klicks dort billig sind und die Automatik sie gern kauft.
Wie eine Kampagne dann aussieht
- Eine Kampagne, eine bis zwei Anzeigengruppen
- Acht bis fünfzehn Keywords mit Kaufabsicht, passende Wortgruppe oder genau passend
- Eine Startliste negativer Keywords vor dem ersten Klick
- Umkreis, den Sie wirklich bedienen
- Eine Landingpage nur für dieses Angebot, mit Tracking
- Gebotsstrategie Phase 1: manuell oder Klicks maximieren mit Limit
- Wöchentlich zwanzig Minuten im Suchbegriffe-Bericht
Das ist unspektakulär. Es funktioniert, weil sich das ganze Budget auf die Suchen konzentriert, aus denen Aufträge werden.
Wann Sie erweitern
Wenn die erste Kampagne vier Wochen lang einen stabilen Preis pro Anfrage liefert und Sie mehr Aufträge annehmen könnten. Dann entweder das Budget in Schritten erhöhen oder die zweite Leistung als eigene Kampagne dazunehmen, mit eigener Landingpage. Nicht beides gleichzeitig, sonst wissen Sie nicht, was gewirkt hat.
Fazit
Kleines Budget heißt nicht schlechte Ergebnisse, sondern weniger Spielraum für Streuung. Wer eine Leistung, die richtigen Suchbegriffe, einen engen Umkreis und eine eigene Landingpage kombiniert, bekommt mit 1.000 € oft mehr Anfragen als ein Wettbewerber mit 3.000 € und einem Konto voller Streuverluste. Der Rest ist Pflege.
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